Wenn die Gegenwart ein neues Licht auf Traditionen wirft – Interview mit Richard Dan Nautus

In seinem Buch Wer weiter glaubt ist bald alleine nimmt sich Richard Dan Nautus ein ambitioniertes Projekt vor: er liest die Bibel einmal gegen den Strich. Heute gibt er uns einige Einblicke in sein Buch.

1. Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Die Schlagwörter  Fake News und Alternative Fakten geistern seit der Trump Wahl durch die Presse. Es ist nun Gott sei Dank allgemeiner Konsens, dass wir uns dringend um die wahren Fakten kümmern müssen.

Das tue ich in  meinem Buch: Wer weiter glaubt ist bald alleine

2. Du hast das Buch Wer weiter glaubt ist bald alleine mit auf die Messe gegeben. Was macht dieses Buch besonders und für wen ist es die perfekte Lektüre?

Buchcover Wer weiter glaubt, ist bald alleine von Richard Dan NautusFür alle Leser, die neugierig sind und wissen wollen, ob das, was wir alles so glauben mussten, also das was uns die Kirchen immer so erzählt haben, auch wirklich so in der Bibel steht, ist dieses Buch ein unbedingtes Muss. Denn in Wirklichkeit haben sich die Kirchen nur einen Bruchteil der Texte aus dem Alten Testament heraus gepickt, und zwar nur die, die ihnen in den Kram passten. Der große Rest bleibt unerwähnt, der hat es aber in sich, der macht den Kirchen die größten Probleme; und deshalb wird darüber lieber geschwiegen. Man pickt sich die Essential und die Rosinen raus und macht um den ganzen Rest einen großen Bogen.

Im Alten Testament können wir von einem Gott Jahwe lesen, der weder allmächtig noch barmherzig ist; er agiert dort schlicht und ergreifend äußerst grausam; er legt sogar immer mal wieder selber Hand an und merzt auch völlig unschuldige Menschen eigenhändig aus. Er ist außerdem auch nur einer unter vielen Göttern im Alten Testament; er ist laufend eifersüchtig auf seine Kollegen und bestraft deshalb das Fremdgehen, also das Opfern an fremde Götter, ganz grausam mit Pfählen, einem ganz besonders grausamen Tod.

Außerdem will Gott Jahwe ganz explizit nur für die Israeliten Gott sein und für sonst niemanden; das wiederholt er immer und immer wieder. Das wollen die Christlichen Kirchen aber nicht wahr haben.

Dann zeigt er sich weder allwissend noch allmächtig; er hatte noch nicht einmal gecheckt, dass Adam und Eva vom Baum der Erkenntnis genascht hatten, auch musste er fragen, wo sich denn die beiden im Garten Eden versteckt hielten.

Um das kleine aber tapfere Volk der Philister läßt Jahwe die Israeliten beim Auszug aus Ägypten einen großen Bogen machen, in die Wüste hinein, weil er sich außer Stande sah, sein auserwähltes Volk vor eben diesen Philistern zu beschützen.

Bücherstapel KreuzDie Katholische Kirche aber behauptet oft das genaue Gegenteil von dem, was in der Bibel geschrieben steht, so als würde sie die Texte der Bibel nicht kennen! Die Kirchen behaupten, ihr Gott sei einzigartig und sehr gütig. Stimmt aber nicht! Wieso ließ man den Kirchenleuten diese Unwahrheiten so lange durchgehen? Auch erzählt Gott Jahwe niemandem, nicht einmal dem Mose, seinem größten und wichtigsten Propheten, auch nur ein einziges Wort von seinem Sohn Namens Jesus, den er später mal auf die Erde schicken will, um die Menschheit von der Erbsünde zu erlösen. Das ist mehr als unverständlich, das kann eigentlich gar nicht sein. Im ganzen Alten Testament spricht Gott Jahwe nie über einen Sohn, kein Sterbenswörtchen! Er sagt auch nie, dass Er seinen Sohn als Erlöser schicken wird! Gott Jahwe redet auch überhaupt nie von einer Erbsünde. Die ist eine schlichte Erfindung der Katholischen Kirche, der Bischof von Hippo hat sie im dritten Jahrhundert nach Christus erst erfunden! Warum sollte denn nun sein angeblicher Sohn Jesus, von dem Jahwe ja nie was erzählt hatte, auf die Erde kommen und hier sterben, um uns von etwas zu erlösen, was es auch nie gab?

Auch das mit der Beschneidung der Buben stellt sich in der Bibel völlig anders dar, als es uns die Rabbiner weismachen wollen; die Beschneidung ist laut Altem Testament überhaupt nicht für alle Juden zwingend, nur für diejenigen, die Landbesitz in Kanaan geschenkt bekommen; selbst Mose war nicht beschnitten, er hat ja auch nie Kanaan betreten. Und im Fünften Buch Mose, wo alle Gesetze und Vorschriften noch einmal aufgelistet und wiederholt werden, kommt das Wort Beschneidung gar nicht mehr vor; sie ist offensichtlich so unwichtig, dass sie nicht einmal mehr erwähnt wird. Dafür finden aber viele Bagatell-Vorschriften Platz, wie zum Beispiel die Forderung von Gott Jahwe, dass sich die Israeliten beim Stuhlgang mit einem Spaten ein Loch graben sollen, um ihre Notdurft hinein fallen zu lassen, oder dass man auf den Flachdächern der Häuser Geländer anbringen muss, um zu verhindern, dass jemand hinunterstürzen kann. Kann man fordern, ist ja auch sinnvoll, aber dass ein Gott, der das ganze Weltall mit seinen Milliarden von Sternen und Planeten erschaffen haben soll, sich allen Ernstes Gedanken gemacht hat, dass hier unten auf der winzigen Erde ein kleines Volk von Schafshirten seinen Kot vergraben sollte, um nicht hinein zu stolpern, das halte ich für groben Unsinn. Einem Gott sowas zu unterstellen halte ich sogar für Blasphemie. Und kein einziges Wort über die Beschneidung in diesem wichtigen fünften Buch.

Über die Beschneidung gibt es ein eigenes Kapitel in meinem Buch.

Nach den Fünf Büchern des Mose wird auch noch das unheimlich spannende Buch Ezechiel unter die Lupe genommen; es erzählt von ganz  faszinierenden Dingen; deshalb dürfen die Juden dieses Buch auch nur in Begleitung eines Rabbi lesen.

Dies sind nur einige wenige Beispiele von Ungereimtheiten, wie sie in der Bibel am laufenden Band vorkommen. So gut wie nichts von dem, was die Kirchen predigen, steht auch so in der Bibel; das meiste ist von den frommen Herren selbstherrlich hinein interpretiert oder gleich frei erdichtet. In diesem Buch hier werden die wichtigsten Bibeltextstellen aus den Fünf Büchern des Mose, also der Tora, mit der Wirklichkeit konfrontiert und so kann jeder Leser sehr leicht selbst erkennen, wie es um die Wahrheit bestellt ist. Es geht ganz klar aus der Bibel hervor, dass es so, wie die Kirchen es behaupten, nicht geschehen ist.

Sie verbreiten Alternative Fakten!!

Jetzt Autor werden2

Möchtest auch du tiefgreifende Themen bearbeiten und deine Auffassung mit anderen Menschen teilen? Dann veröffentliche jetzt ganz einfach dein Buch mit neobooks!


Ein Gedanke zu “Wenn die Gegenwart ein neues Licht auf Traditionen wirft – Interview mit Richard Dan Nautus

  1. Toll! Im Zeitalter von Harry Potter, der Bibel und anderer Märchen um UFOs, Nessy und Rosamundens Sehnsuchtsdramaturgien nun endlich mal ein Buch, das zeigt, dass der Homo sapiens rein theoretisch ja schon zu den Mehrzellern gehört. Aber das wird die Pilgerströme nach Mekka oder zum Grabtuch des Herrn und zu allen Orten sonstiger unbefleckter Empfängnis und abgetriebener Erkenntnis nicht bremsen… Danke Richard Dan Nautus!

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s