Die eigene Handschrift finden – Interview mit Ulrich Hutten und Robert Morgenroth

Für jeden Autor ist es wichtig, einen eigenen Stil zu entwickeln, durch den er sich aus der Masse heraushebt und von seinen Lesern wiedererkannt wird. Das Autoren-Duo Ulrich Hutten und Robert Morgenroth gibt in unserem Interview einige Tipps dazu und erzählt von seinem aktuellen Roman Gnade Gott. Oder: Die letzten Worte des Doktor Martin Luther.

1.   Wie seid ihr zum Schreiben gekommen?
Wir sind zwei Autoren-Freunde, die zusammen Bücher schreiben und haben uns schon in jungen Jahren als Journalisten in einer Redaktion kennengelernt. So haben wir von Anfang an gelernt, gemeinsam Themen zu entwickeln und an Texten zu arbeiten.

2.   Ihr habt das Buch Gnade Gott. Oder: Die letzten Worte des Doktor Martin Luther mit auf die Messe gegeben. Was macht dieses Buch besonders und für wen ist es die perfekte Lektüre?
Buchcover Gnade Gott von Ulrich Hutten und Robert MorgenrothWer Lust auf spannende und zugleich anregende Lektüre hat, ist mit unserem Luther-Krimi sicher bestens bedient. Es wird getäuscht, gefälscht, intrigiert, geliebt, gehasst, gemordet und gestorben. Wendungen, Irrungen und Wirrungen treiben in diversen Handlungssträngen auf ein überraschendes Finale zu. Das könnte reichen. Aber da ist noch mehr. Eine Zeitreise in die Luther-Welt. Zum Totenlager Luthers in Eisleben beispielsweise, in seine Erfurter Klosterzelle, in den römischen Sündenpfuhl und das Wittenberger Ehebett. Einblicke, wie man sie in Geschichtsbüchern kaum findet. Zusammenhänge, die uns – traurig aktuell – einen Spiegel vorhalten, über ein halbes Jahrtausend hinweg: unheilige Verbindungen von religiösem Fanatismus, politischem Kalkül, Machterhaltung und Eigennutz. Zugleich wird eine Freundschaft fortgeschrieben. Schließlich ist es die zweite Geschichte von Paul und Leonhard. Sie leben weiter, unsere beiden Protagonisten, mit denen wir literarisches Neuland im alten Genre der Kriminalromane betreten haben.

3.   Habt ihr bereits andere Bücher in Planung?
Unsere erste Geschichte hat Paul und Leonhard mit einem aktuellen Thema konfrontiert, die zweite mit einem historischen Vermächtnis. Vielleicht haben sie es in ihrer dritten Geschichte mit Zukunft zu tun und mit Utopie. Das wäre erst mal eine Trilogie.

4. Welche Erfahrungen habt ihr bei der Themenfindung, dem Schreiben und vermarkten eures Buches gemacht? Habt ihr hier speziell einen Tipp für angehende Autoren?Ulrich Hutten und Robert Morgenroth
Themen zu finden, ist unserer Erfahrung nach nicht sehr schwierig. Sie drängen sich oft sogar auf. Das Schreiben ist schon erheblich schwieriger, jedenfalls wenn man professionelle oder literarische Ansprüche an sich stellt. Dann reicht bloßes Talent nicht, sondern es will als Handwerk gründlich gelernt und als Kunstform kreativ entwickelt werden. Wichtig finden wir auch, einen eigenen Ton zu finden, eine eigene Handschrift. Also lieber mutig und grandios in Originalität scheitern, als die gerade gängigen Muster zum xten Mal nachäffen. Unersetzlich sind unserer Erfahrung nach erfahrene, kritische Lektoren und resonanzfreudige, ehrliche Test-Leser im persönlichen Umfeld, um sich nicht im eigenen Dunst zu verrennen. Tja, und dann das Vermarkten. Wenn man sieht, wieviel Bücher allein bei Neobooks hochgeladen werden, würde man am liebsten aufgeben. Leider finden selbst ganz tolle Bücher keinen angemessenen Markt. Wir selbst setzen auf Self-Publishing, um unsere Unabhängigkeit zu bewahren, und nutzen die Möglichkeiten von Neobooks für unsere eBook-Versionen. Zugleich vermarkten wir die Bücher als Taschenbuchausgabe im Selbstverlag huttenundmorgenroth.de . Bei unseren Themen und Lesern ist es nach wie vor so, dass sich nur etwa 10 Prozent als eBooks verkaufen, aber 90 Prozent als Taschenbuch.

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