Der Traum von fremden Welten: Nicole Stoye im Interview

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Heute haben wir neobooks Autorin Nicole Stoye im Interview. Ihr Roman „Traumfalter“ erzählt eine fantastische Geschichte über Träume, Liebe und Schicksal.

Herzlichen Glückwunsch, dein fantastischer Roman „Traumfalter“ wurde zum neobooks Monatsfavoriten im Oktober gewählt! Du beschäftigst dich darin sehr viel Träumen und ihrer Abgrenzung zur Realität. Was fasziniert dich an diesem Thema?

Einfach alles! Im Traum darf man Dinge erleben, die in der Realität nicht möglich sind. Man findet sich in fremden Welten wieder, fliegt aus eigener Kraft hoch oben in den Wolken oder trifft auf geliebte Menschen, die in der Realität nicht mehr da sind. Träume gewähren Einblicke ins Unterbewusstsein und beeinflussen unsere Handlungen – ganz gleich, ob Nacht- oder Tagtraum. Stephenie Meyers Twilight-Saga hatte ihren Ursprung in einem Traum. Und Walt Disney sagte einmal „Träume können wahr werden, wenn wir den Mut haben, ihnen zu folgen“.
Zu träumen gehört zum Leben wie das Atmen. Es ist der Anfang aller Dinge – zunächst nur ein verschwommenes Bild oder ein Gedanke. Als würde man eine Raupe bei der Wandlung zum Schmetterling beobachten. Aus einer unscheinbaren Gestalt entwickelt sich ein Wesen, dem Flügel in schillernden Farben wachsen.

Auch die Liebe kommt in deinem Roman nicht zu kurz. Würdest du deine Protagonisten als Traumpaar beschreiben?

Das ist schwer zu sagen. In Traumfalter geht es um eine junge Frau, die sich zu zwei Männern hingezogen fühlt. Viele würden in diesem Zusammenhang wohl nicht von einem Traumpaar sprechen, da es ja keine unerschütterliche Liebe ist.
Ich denke, am Ende kommt es immer darauf an, ob die Beziehung stark genug ist, auch Tiefen zu überwinden. Ob dies auf meine Protagonisten zutrifft, ist noch offen.

Du schreibst, dass du nie gedacht hattest, einmal selbst Autorin zu sein. Wie bist du dann doch noch zum Schreiben gekommen?

Die Geschichte zu Winterwelt war mir schon länger im Kopf herumgespukt. Aufschreiben wollte ich sie aber nicht, da das Schreiben schließlich ein Handwerk ist, das ich nicht erlernt habe. Mit dem stetig anwachsenden Hype um Harry Potter reifte in mir zunehmend der Wunsch, selbst eine magische Welt zu kreieren. Also habe ich es einfach versucht. Zunächst war es auch nicht für ein größeres Publikum gedacht. Hauptsächlich hatte ich dieses Buch für mich geschrieben. Dann kam das Self-Publishing und ein Erfolg, den ich so nicht für möglich gehalten hätte. Heute bin ich froh, diesen Schritt gegangen zu sein – auch wenn ein Blick in die ursprünglich veröffentlichte Version von Winterwelt mich vor einem Jahr die Hände über dem Kopf zusammenschlagen lassen hat. Mein Schreibstil hatte sich seither deutlich weiterentwickelt. Also habe ich das Buch in mühevoller Kleinarbeit von vorn bis hinten überarbeitet. Inzwischen kann ich sagen, dass ich das Handwerk wirklich nicht beherrscht habe. Aber ich habe mit jedem geschriebenen Satz dazu gelernt und tue es noch. Etwas nicht zu tun, weil man es (noch) nicht kann, ist folglich also eine überaus schlechte Ausrede.

Bei neobooks sind bereits mehrere Werke von dir erschienen. Arbeitest du manchmal gleichzeitig an verschiedenen Projekten oder widmest du dich immer nur einer Idee?

Von Zeit zu Zeit versuche ich, mich gleichzeitig mit mehreren Projekten zu befassen. Bisher hat sich jedoch wiederholt gezeigt, dass das nicht meinem Stil entspricht. Wenn ich an einer Geschichte schreibe, dann gehe ich vollkommen darin auf, so sehr, dass ich mich kaum auf etwas anderes konzentrieren kann. Natürlich bewundere ich Autoren, die ihre Bücher parallel schreiben. Wichtiger finde ich aber, seinen eigenen Weg zu finden.

Zum Roman


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