Expertentipps Coverdesign (Teil 3)

Expertentipp Alexander Kopainski

Im letzten Teil unserer Experten-Interviewreihe mit Alexander Kopainski erhaltet ihr nochmal wertvolle Hilfestellung zum Thema Coverdesign – diesmal explizit über die Erstellung von Buchcover. Was muss ich bei der Farbwahl beachten, welche Unterschiede gibt es zwischen ebook- und Printcover und was sind geeignete Designprogramme? Die Antworten dazu findet ihr hier…

Welche Designprogramme eignen sich gut für die Gestaltung von Buchcovern?

Alexander Kopainski: Im Bereich Bildbearbeitung kann kaum ein Programm Adobe Photoshop das Wasser reichen. Für die Schriftsetzung empfiehlt sich Adobe Illustrator oder Adobe InDesign. Illustrator kann man ebenfalls für die reine Bildgestaltung verwenden. Hierbei kommt es wiederum auf den erwünschten Stil an. Illustrator arbeitet mit Vektorgrafiken und wenn man eher mit Fotomanipulationen arbeiten will, sollte man auf Photoshop zurückgreifen. Neuere Versionen von Photoshop sind auch weitgehend für die Schriftsetzung geeignet.

photoshop
Hier seht ihr das Programm Photoshop CC 2015.

Was muss ich bei der Farbwahl von Buchcovern bedenken?

Alexander Kopainski: Man muss sich im Vorfeld überlegen, was die Farben auf dem Cover ausdrücken sollen. Für heitere Ckick-Lit Romane würde man nicht unbedingt Schwarz wählen. Jede Farbe transportiert je nach Variation (Sättigung, Helligkeit) eine andere Stimmung. Möchte man ein Cover für einen sinnlichen Liebesroman gestalten, funktioniert ein dunkles Rot besser als ein giftiges Grün.

Ein Cover wird unter Anderem durch seine Kontraste oftmals reizvoll. Die sieben Farbkontraste von Johannes Itten sind hierfür eine gute Orientierungshilfe. Diese Kontraste kann man auch variieren: Nimmt man beispielsweise die Farben Blau und Orange, ergibt sich ein Komplementärkontrast. Da man jedoch nicht immer solche starken Farben auf dem Cover sehen möchte, kann man die Farben auch abschwächen und stattdessen ein helles Türkis mit einem Goldton kombinieren.

Auch bei den Farben sollte man nicht zu viel auf einmal auf das Cover packen. Lieber nimmt man zwei grundlegende Farben und gestaltet dazu ein stimmiges Gesamtbild, statt unüberlegt Farben zusammen zu mischen. Dennoch kann ein Cover je nach Buchinhalt auch kunterbunt sein, solange die Farbwahl die Intention des Covers unterstützt. Aber auch hier gibt es verschiedene Geschmäcker und Ansichten.«

Welche Unterschiede gibt es zwischen Print- und ebook-Covern?

Alexander Kopainski: Rein äußerlich fällt zuerst auf, dass beim Printcover natürlich noch eine Rückseite mit Buchrücken vorhanden ist. Sie unterscheiden sich auch grundlegend durch ihre Dateieigenschaften. Ein Printcover wird im CMYK-Modus mit Beschnittzugaben und genauen Zentimetermaßen angelegt. Ebook Cover legt man im RGB-Modus ohne Beschnittzugaben und mit Pixelangaben in einem speziellen Seitenverhältnis (für neobooks 1600 px Breite) an.

covereditor neobooks
Für alle Autoren, die gerade kein passendes Cover parat haben, kann man ganz einfach und problemlos mit unserem neobooks Covereditor ein eigenes Buchcover erstellen. Natürlich ist das Cover jederzeit austauschbar.

Was empfiehlst du unseren Autoren bei der Erstellung eines eigenen Covers?

Alexander Kopainski: Man sollte Zeit und Mühe bei einem Cover niemals scheuen. Das Cover setzt den ersten Eindruck und wenn es innerhalb von Sekunden nicht überzeugen kann, verlieren die meisten potentiellen Leser ihr Interesse. Lasst euch auch nicht immer nur von anderen Covern inspirieren. Inspiration steckt überall. Wenn eure Inspirationsquellen immer in der Buchbranche liegen, ist die Gefahr groß, mit dem Strom zu schwimmen und in der Masse unterzugehen.

Mein besonderer Tipp: Neue Wege gehen traut euch!

Unser Experte:

Alexander Kopainski (*1996), sprachbegeisteter Reisefanatiker und vieldenkender Kreativling, studiert Kommunikationsdesign an der Hochschule der Bildenden Künste Saar. Seinen Weg zum Design hat er über selbstgestaltete Buchcover gefunden. Aus einer zunächst praktischen Problemlösung der Frage „Wo bekomme ich denn jetzt die Cover für meine Geschichten her?“ entstand eine Leidenschaft, die größer wurde, als die des Schreibens. Fotografien, Zeichnungen und oft surreale Fotomanipulationen zählen zu seinen freien Arbeiten, die man auch auf seiner Website (www.kopainski-artwork.weebly.com) finden kann.


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