Warum nicht einfach Fallschirmspringen?

DSCF0312[5]Spritzig, humorvoll und unglaublich gefühlsvoll – so beschreiben Leser die tolle Buchreihe „Hollywood Hills“ von unserer lieben und sympathischen Autorin Kerstin Steiner. Heute erzählt sie uns, wie sie zum Schreiben gekommen ist und ihre ersten Erfahrungen, nachdem sie ihr Buch über neobooks veröffentlicht hat. Außerdem haben wir am Ende des Artikels noch eine kleine Überraschung für euch…

Ein Fallschirmsprung…

Ähnlich aufregend wie das Schreiben wäre es vermutlich auch, aber ich bevorzuge das Kribbeln in der Magengegend, wenn sich eine neue Romanidee in meinen Kopf schleicht, sich ausbreitet und unbedingt zur Geschichte geformt werden möchte. Es gibt für mich nichts Schöneres, nichts Aufregenderes und Spannenderes, als Protagonisten zum Leben zu erwecken, sie auf eine wunderbare Reise durch eine Phase ihres Lebens, in fantastische Länder und Städte zu schicken und meine Leser dorthin mitzunehmen, denn nur so kann man dem Alltag Kerstin Steinerblitzschnell entfliehen und in andere Leben und Welten eintauchen. Ein Kurzurlaub für die Seele und den Geist sozusagen.Doch so ein Roman ist immer auch ein Sprung ins Blaue, allerdings ohne Schirm und Reißleine, denn als Autor weiß man nie, ob der Flug gelingt, die Landung sanft ist und die Leser am Ende begeistert applaudieren – und dennoch – man springt jedes Mal aufs Neue, riskiert Kopf und Kragen.

Schreiben ist wie eine Sucht…

Ich schreibe, seit ich einen Stift halten konnte – meinen ersten Mini-Roman habe ich bereits in der ersten Klasse verfasst und seitdem konnte ich nicht aufhören, es ist wie eine Sucht, die mal mehr und mal weniger stark ist. Ich habe meine Liebe zum Schreiben zum Beruf gemacht, Germanistik und Publizistik studiert, einen Umweg über einen Reiseveranstalter gemacht, um doch wieder bei meiner Berufung zu landen, denn nichts macht mich glücklicher.

Ich beneide jeden Autoren, der sich täglich zu einer bestimmten Zeit an den Schreibtisch setzen kann, um seine xtausend Wörter zu schreiben – ich kann es nicht. Um meinen Gedanken freien Lauf zu lassen, benötige ich ein paar unbedeutende Details: absolute Ruhe, weitläufigen Blick aufs Meer, die Gewissheit, nicht angesprochen zu werden und Zeit, sehr viel Zeit. Gar nicht so einfach, wenn man zeitgleich eine Familie zu versorgen hat und auch sonst am Leben teilhaben sollte. Doch glücklicherweise kann ich mir die perfekten Schreibphasen ab und zu schaffen, alles stehen und liegen lassen (…nach wochenlangen Vorbereitungen, wie Wäsche waschen, Essen vorkochen, Anleitungen im Haus hinterlassen…), mich ins Auto oder Flugzeug setzen und an den Ort fahren oder fliegen, an dem ich eins mit dem Roman werden kann, in meine Geschichte abtauche und erst wieder zum Vorschein komme, wenn ich „Ende“ unter Kerstin Steiner neobooksden Roman geschrieben habe.

In dieser Phase schreibe ich überall – im Auto, am Strand, auf dem Parkplatz, beim Einkaufen und bin nicht ansprechbar. Daher ist es für meine Familie vermutlich ohnehin besser, wenn ich „außer Haus“ bin 😉 Schreibblockaden kenne ich zu diesem Zeitpunkt nicht, denn dann ist die Idee ja bereits da, die Protagonisten leben, lieben, leiden und führen ein Eigenleben, das ich festhalten und lenken darf. Blockaden habe ich nur dann, wenn ich die nötige Ruhe zum Schreiben nicht finde, dann fühle ich mich wie ein Tiger im Käfig, werde unruhig und ungenießbar – kein Wunder, dass meine Familie mich dann schon freiwillig in eine Schreibenklave schickt.

Aufregende Momente…

Meinen ersten Roman bei Neobooks habe ich noch mitten in der Nacht und komplett mit der Hand geschrieben, dann lektorieren und mit einem besonderen Cover versehen lassen und mit klopfendem Herzen veröffentlicht, immer in der Annahme, dass meinen Roman vermutlich im Bücherdschungel kein Leser entdecken würde. Ich hatte damals keine Ahnung von Autorenmarketing, den Social Media Verknüpfungen und Blogtouren. Ich habe einfach auf „veröffentlichen“ geklickt und abgewartet. Als dann am Erscheinungstag die Verkaufszahlen noch oben rasten und ich bei Amazon, dem großen Amazon, auf Platz 1 stand, dachte ich, es wäre ein Irrtum, ein technischer Fehler, doch dann trudelten die ersten Rezensionen ein, die meisten Leser waren begeistert und ich immer noch ungläubig. Dann wählte Droemer Knaur meinen Roman auf die Shortlist, bot mir an, den Roman nach einer Überarbeitung evtl. ins Programm aufzunehmen, ich durfte bei der Frankfurter Buchmesse zwischen all den großen Autorennamen am Stand von Droemer Knaur aus meinem Roman lesen, Neobooks wählte mich und meinen zweiten Roman unter die besten Autoren 2015 – wunderbare Momente innerhalb eines rasanten Jahres, die mich unglaublich stolz und glücklich gemacht haben.

Hollywood Hills

Hier seht ihr die beiden bisher erschienenen Bücher der „Hollywood Hills“-Reihe. ACHTUNG: Ab heute ist „Crazy, Sexy, Cool“ für kurze Zeit für nur 1,99 € erhältlich!


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