Interview mit unserer Autorin Nancy Salchow

Nancy Salchow

  1. Seit wann schreibst du?

Schon von Kindesbeinen an. Begonnen hat alles bereits im Kindergarten, wo ich mir bereits früh Geschichten ausdachte. Mit dem Aufschreiben ging es dann erst ein paar Jahre später los. Meine Fantasie war einfach schon immer sehr lebhaft und kaum zu zügeln.

  1. Wenn du einen deiner Charaktere zu einem Kaffee einladen könntest – wen würdest du wählen?

Pascal, den Bruder meiner Titelheldin aus „Knautschzonenküsse“. Er ist so herrlich ironisch und würde mich sicher auch ohne Worte verstehen.

  1. „Knautschzonenküsse“ ist für dich ein ganz besonderer Roman. Verrätst du uns den Grund dafür?

Es ist der erste Roman seit langer Zeit, der einerseits komplett neu ist (also keine Neuauflage eines alten Titels) und andererseits nicht autobiografisch ist (auch wenn natürlich auch ein paar persönliche Erfahrungen mit eingeflossen sind, aber das ist ja immer so 😉 ). Also, der erste Roman seit langer Zeit, der etwas massentauglicher ist als meine vorausgegangenen Bücher und somit mein erster Schritt seit Langem auf eine etwas breitere Masse zu. Dass dieser Schritt dann auch noch so gut aufgenommen wurde, bedeutet mir unheimlich viel.

  1. War es für dich sehr anders, einen Roman ohne autobiografische Einflüsse zu schreiben? Fiel es dir leichter oder schwerer?

Anfangs etwas schwerer, weil ich das Autobiografische eine Zeit lang gebraucht habe, um gewisse Erfahrungen zu verarbeiten. Aber dann schrieb sich die Geschichte um Sam fast wie von selbst. Ich habe wohl nach all den Monaten einfach einen neuen Einstieg gebraucht.

  1. Und zum Schluss noch eine Frage, die sicherlich vielen Autoren unter den Nägeln brennt: wie motivierst du dich zum Schreiben?

Die größte Motivation ist immer die Gewissheit, dass es jemanden gibt, der auf das Ergebnis wartet. Nichts treibt mich mehr an, als ein Leser, der mich fragt, wann es etwas Neues von mir gibt. Ist diese Gewissheit da, schreiben sich die Bücher fast von allein. Habe ich den Eindruck, zwischen all der Konkurrenz zu versinken, fällt es mir manchmal etwas schwerer. Aber bisher habe ich mich immer wieder aufgerafft. Wichtig ist es, dranzubleiben. Mal in großen Schritten, mal in ganz kleinen – aber eben immer vorwärts gehen, nie zurück. Dann erreicht man irgendwann sein Ziel. An die vielen kleinen Schritte musste ich mich erst gewöhnen, zumal ich schon viele große Schritte gemacht habe und deshalb dachte, es geht jetzt immer so weiter. Aber leider ist dem nicht so. Zwischendurch gibt es eben auch Rückschläge und die Erkenntnis, dass es eben nicht immer im selben Tempo vorwärts geht. Aber vielleicht braucht man diese Rückschläge, um wirklich wachsen zu können.


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