Eine neue Rezension der Woche!

Auch diese Woche haben wir wieder eine Rezension ausgewählt, die für uns die „Rezension der Woche“ ist! Passend zur Diskussion im Forum, ob negative Bewertungen nicht mehr öffentlich abgegeben werden sollten, haben wir uns diesmal für eine Rezensentin entschieden, die den Text zwar kritisiert, aber dabei sehr höflich bleibt.

Aber – und das freut uns besonders – dies war nicht die einzige Rezension, die sich kritisch mit einem Text auseindergesetzt hat und weder den Text noch den Autor beleidigt hat.

Weitere Beispiele sind:
Lucys Rezension zum Titel „Böser Bub, ich bet, dassd in die Höll kommst„, Malus Rezension zum Titel „Nicht jedes Haus ist eine Villa“ oder Kratzfeders Rezension zum Werk „Osterfreuden“.

Wir haben uns jedoch für Milas Rezension beim Titel „Annika im Traumland“ von Svenja Beeck entschieden.

Unsere Begründung:

Mila zeigt der Autorin gezielt die Schwächen des Textes auf, bleibt dabei aber stehts freundlich und keineswegs herablassend. Außerdem macht sie deutlich, wo sie – trotz aller Kritik – das Potential des Textes sieht.

Im Einzelnen:

Handlung
: Mila schildert gekonnt das „Traumland“ und lässt den Leser wissen, dass auch das „Traumland“ ein Stück Wirklichkeit ist. Damit ist der Leser über die Geschichte gut informiert.

Figuren
: Mila sagt hier klipp und klar, was ihr an den Figuren nicht gefällt: Sie sind profillos, der Leser erfährt zu wenig über die Handelnden. Welche Informationen konkret fehlen, zeigt sie an Beispielen auf. „Warum hat Annika ganz zu Anfang (S.5) plötzlich keine Angst mehr? Warum hatte sie vorher Angst? Woher nimmt sie dann aber (S. 10) ganz ohne erkennbaren inneren Konflikt den Mut her, den Bären zu retten? “ Darüber hinaus, findet Mila, dass die Charakterisierungen der Tiere irrelevant sind, weil sie keine Bezug zur Handlung herstellen. Ein Grund dafür, dass „(…) kein ‚Roter Faden‘ erkennbar ist.“

Sprache/Duktus
: Auch hier werden die Schwächen des Textes unbeschönigt angesprochen: häufiger Wechsel der Zeiten, kein klar erkennbarer Stil, Rechtschreib- und Zeichensetzungsfehler.

Struktur: Den chronologischen Aufbau der Geschichte, findet Mila gut – passend für Kinder. Es stören dagegen die Beschreibungen der Tiere sowie der fehlende „Rote Faden“.

Zusammenfassend: Mila sieht das Potential in diesem Werk. „‚Annika im Traumland‘ könnte eine nette Geschichte über das Träumen, Freundschaft, Kreativität und Mut sein.“ Doch dann kommt ein ABER und sie geht noch einmal auf ihren Gesamteindruck sowie einzelne Punkte ein, die ihr aufgefallen sind. Als Fazit sagt Mila: „Auf mich wirkt die Geschichte sehr konstruiert, und dort, wo doch ein natürlicher Verlauf erkennbar ist, führt er ins Leere.“

An diesem Beispiel ist unserer Auffassung nach gut erkennbar, wie man konstruktive Kritik so formulieren kann, dass dies nicht beleidigend oder unfreundlich wirkt. Wird Milas Kritik ernst genommen, kann die Autorin aus ihrem Text eine schöne Geschichte formen. Mila sieht nicht nur das Negative, sondern deutet ebenfalls an, welche Faktoren sich positiv auswirken – die chronologische Erzählweise und die eigentliche Idee hinter dem Text. Eine ehrliche Rezension!

Bleibt noch kurz zu erwähnen, dass Mila erst seit dem 18. Januar 2011 bei neobooks ist und erst drei Rezensionen verfasst hat. Super, dass gleich so eine tolle Bewertung dabei ist! Davon wünschen wir uns mehr… 🙂


3 Gedanken zu “Eine neue Rezension der Woche!

  1. [b]Aber – und das freut uns besonders – dies war nicht die einzige Rezension, die sich kritisch mit einem Text auseindergesetzt hat und weder den Text noch den Autor beleidigt hat. [/b]

    Sehr wohl, verehrte Gemeinschaft der Rezensenten-Liga, was sollte einen Rezensenten eigentlich auch dazu veranlassen, jemanden und sei er auch nur Autor oder Rezensent, zu beleidigen? Und dass sich eine Rezension kritisch mit dem Text auseinander setzt, wen wunderts? Hatte ich eigentlich stets erwartet. Und ob jemand es vermag, einen Text zu beleidigen? Wer weiss? Es soll ja Dinge zwischen Himmel und Hölle geben…

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