Rezensionen! Gute Rezensionen! Sehr gute Rezensionen! Rezension der Woche und des Monats!

Wir haben uns bisher in diesem Blog besonders mit Themen auseinandergesetzt, die vor allem die Autoren betreffen: Wird mein Manuskript uninteressant für Verlage, wenn es bereits online veröffentlicht wurde? Wie verfasse ich ein gutes Exposé? Wie erhalte ich weitere Bewertungen?

Jetzt sind die Rezensenten am Zug! Wir – und die Mehrheit der Autoren – wissen ihre wertvolle Arbeit zu sehr schätzen – denn ohne sie, würde neobooks gar nicht funktionieren. Dafür möchten wir gerne DANKE sagen! Zugleich häufen sich jedoch die Beschwerden über einige Rezensenten, die sich das Leben sehr leicht machen – und ihre Meinung mit einer nichtssagenden Phrase ausdrücken oder nach dem Baukastensystem Rezensionen mit den immer gleichen Satzteilen zusammenbasteln.

Deswegen rufen wir ab sofort die Aktion „Rezension der Woche“ und „Rezension des Monats“ ins Leben.

Die Regeln

Unsere Woche beginnt freitags, 12:01 Uhr und endet am darauffolgenden Freitag um 12:00 Uhr. Für diese Woche gilt also: Start war am 12.11.2010, das Ende heute um 12 Uhr. Das neobooks-Team wählt unter allen Rezensionen, die in dieser Zeit verfasst werden, eine besonders gute aus.

Doch was zeichnet eine ‚gute’ Rezension aus?

‚Gut’ bedeutet nicht, dass wir der Meinung des Rezensenten zustimmen. ‚Gut’ bedeutet: Es wird deutlich, dass der Rezensent sich mit dem Werk auseinander gesetzt hat. Der Rezensent hat klar gemacht, was ihm gefallen hat und was nicht – genau das hat er auch begründet. Das heißt, inhaltlich geht seine Rezension über „Das Werk ist langweilig“ oder „Der Titel ist super“ hinaus! Möglicherweise hat er sogar Verbesserungsvorschläge parat. Er hat dies alles in sachlichen Worten geschildert, ohne den Autor persönlich anzugreifen oder zu beleidigen. Und er hat sich die Mühe gemacht, mehr als nur einen Satz zu formulieren.

Ihr könnt uns natürlich auch gerne Vorschläge unterbreiten, wenn euch eine besondere Rezension ins Auge sticht. Schreibt dazu eine E-Mail an team@neobooks.com mit dem Betreff: „Rezension der Woche“.

Was passiert mit den Rezensionen der Woche?

Nach vier Wochen starten wir auf unserer Facebook-Seite eine Umfrage, welches aus eurer Sicht die beste der vier Rezensionen ist. Ihr bestimmt somit die Rezension des Monats und der Rezensent erhält von uns einen kleinen Preis.

Weil der November ja nun schon fast zu Ende ist, fassen wir die Monate November und Dezember zusammen. Ab heute wird also noch 3 Wochen lang die Rezension der Woche bestimmt, bis zum 17.12.2010 wird auf Facebook abgestimmt (natürlich erst, wenn alle vier Rezensionen der Woche feststehen) und zu Weihnachten erhält der erste Rezensent seinen Preis. Ab Januar startet die Aktion von vorn…

Die Rezension dieser Woche

Sooooo, kommen wir nun zum spannendsten Teil: Die aktuelle Rezension der Woche! Für diese Woche haben wir die Rezension von fraun zum Werk „Su“ von Brigitte ausgewählt.

Warum?

fraun hat sich die Mühe gemacht alle fünf Felder auszufüllen – aber das ist natürlich nicht der einzige Grund. Gehen wir alle fünf Felder durch:

Handlung: Die Handlung ist knapp, aber verständlich zusammengefasst. Hier befindet sich bereit die erste Wertung: „…Su geht auf eigene Faust auf Spurensuche und die Geschichte in eine andere Richtung, als ich erhofft hatte.“ Der Rezensent macht klar: „Oh, hier hatte ich etwas anderes erwartet.“

Figuren: Die zwei wichtigsten Personen werden vorgestellt. Man muss nicht auf jede Nebenfigur detailliert eingehen.

Sprache/Duktus: fraun geht hier auf die Erzählperspektive und den –stil ein. Er sagt unmissverständlich, was ihn störte („Auf den folgenden Seiten wird die Erzählperspektive mehrmals gewechselt, das war für mich zu ruppig und hat den Lesefluss unterbrochen.“) und was ihm gefiel („…insgesamt betrachtet, ist der Erzählstil nicht schlecht. Besonders der Einstieg hat mir gefallen. Die ersten Seiten waren wirklich sehr gut.“).

Struktur: Hier macht der Rezensent klar, dass er den Text nur schwer einordnen kann – ein wichtiger Hinweis für den Autor. Und er begründet, warum er die Einordnung so schwierig findet.

Zusammenfassend: Auch hier wird klar, was aus Sicht des Rezensenten gut (der Anfang) und was seiner Meinung nach verbesserungswürdig (die Spannung flacht ab) ist: „Der Roman fängt auch wirklich sehr gut an, es sieht nach Krimi aus, und es wird flott erzählt. Mit dem Fund der Leiche kommt Spannung auf. Und ab dem Punkt, an dem Su meint, von der Polizei nicht entdeckte Spuren gefunden zu haben, hätte es spannend weitergehen können. Aber das tat es leider nicht.“ An diesem Punkt kommt ein Verbesserungsvorschlag: „Einfach dadurch, dass die Suche nach dem Motiv des Mörder, allgemein die Mördersuche ein bisschen aufgepeppt wird.“ Zum Schluss weist fraun noch auf einen Logikfehler hin.

Alle Kritikpunkte werden in einem höflichen Ton vorgetragen, fraun geht auch auf die positiven Aspekte ein, begründet seine Auffassung. Dadurch wird klar, dass der Rezensent sich Gedanken zu dem Werk gemacht hat. So soll es sein!

Somit haben wir unseren ersten Kandidaten für die Rezension der Woche gefunden! Wir gratulieren!

Für alle, die sich eine professionelle Rezension der neobooks-Lektorin Eliane Wurzer zu Gemüte führen wollen, hier noch mal der Hinweis: Diesen Monat hat sie „Auronja“ von Marcus rezensiert, im Oktober war es „Who the fuck is Sandra“ von Anja Theodora.


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