Schicksalsschläge authentisch erzählen – Interview mit Tanja Sugar

Unsere Autorin Tanja Christine Sugar hat in ihrem Roman Eine (Geschichte) von vielen ihre Krebsdiagnose verarbeitet. Wie sie sich diesem sensiblen Thema genähert hat, erzählt sie in unserem Interview.

1. Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Buchcover Eine (Geschichte) von Vielen von Tanja SugarDurch die vielen Gespräche mit meiner Freundin, die auch an Krebs erkrankt war, kam mir der Gedanke, meine Erlebnisse aufzuschreiben. Ich hatte plötzlich das Bedürfnis mir alles von der Seele zu schreiben. Irgendwie ging alles wie von selbst. Ich habe geschrieben, geschrieben, geschrieben, was mir dabei half, meine Krankheit zu verarbeiten. So wurde das Aufschreiben meiner Geschichte sozusagen durch Zufall zur Verarbeitungsstrategie.
Außerdem schien mir der Gedanke, etwas „Bleibendes“ zu hinterlassen, eine großartige Idee. Da ich von meiner Mutter, die leider an Krebs starb, nur Fotos zur Erinnerung besitze. Ich dachte, ein Buch zeigt viel von einem Menschen und dessen Charakter, so können später vielleicht meine Enkel, Urenkel, darin blättern und mich lesend kennenlernen. Quasi eine Erinnerung zum Anfassen.

2. Du hast das Buch Eine (Geschichte) von vielen mit auf die Messe gegeben. Was macht dieses Buch besonders und für wen ist es die perfekte Lektüre?

Dieses Buch ist deshalb so besonders, weil es pur und unverfälscht erzählt, wie ich diese Krankheit mit einer zupackenden, optimistischen Haltung angehe, auch die negativen und schwierigen Phasen und so aufzeigen kann, dass jede „Krise“ zu bewältigen ist. Ich beschreibe detailliert und authentisch den Umgang mit jeder einzelnen Situation, was am Ende aufzeigt, wie ich schließlich auch daran gewachsen bin.

Dieses Buch ist die perfekte Lektüre für Menschen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, etwas Ähnliches durchleben, oder deren Freunde und Angehörige, weil es aufzeigt, wie man mit so einer Diagnose, Krankheit umgehen kann. Für Menschen auf der Suche nach einer Orientierung oder Hilfestellung, wenn sie von ihrer Diagnose erfahren, die einen oft ganz verunsichert und aus der Bahn wirft. Da man sich als Betroffener durch das Auf und Ab der Gefühle, die einen auf dem Weg der Krankheitsbewältigung übermannen, oft fühlt, als wäre man auf einer Achterbahn gefangen.

3. Hast du bereits andere Bücher in Planung?Tanja Sugar

Das Arbeiten an meinem Buch hat mir sehr gut gefallen, so habe ich einige Talente an mir entdeckt, von denen ich noch gar nichts wusste.
Deshalb ist es nicht auszuschließen, dass von mir nicht doch noch einmal ein Buch erscheint. Vielleicht ein Roman oder ein Drama. Wer weiß?

4. Welche Erfahrungen hast du bei der Themenfindung, dem Schreiben und Vermarkten deines Buches gemacht? Hast du hier speziell einen Tipp für angehende Autoren?

Nun, das Thema war ja bei mir schon von vorneherein klar. Das schreiben fiel mir leicht, da es für mich ein wenig wie eine Befreiung war, mir diesen Ballast von der Seele zu schreiben.

Auf die Idee, dieses Buch zu veröffentlichen kam ich, weil mir fast alle, denen ich ein Buch von mir als Dankeschön oder zur Erinnerung schenkte, sagten, ich muss das unbedingt anderen erkrankten Menschen zur Verfügung stellen. Als Ratgeber, wie man mit so einer Krankheit umgehen kann, soll, …

Tja, welchen Tipp habe ich für angehende Autoren? Vielleicht hinsetzen, einfach drauflos schreiben. Was einem in den Sinn kommt, aufs Papier bringen. Seinen Gedanken freien Lauf lassen. Oft ist das, was einem als erstes in den Sinn und somit aufs Papier kommt, das Beste. Weil es in genau diesem Moment das Ehrlichste, Offenste und Menschlichste ist. Ich finde, darauf kommt es an, und es ist das, womit sich der Leser am besten identifizieren kann.

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