„Die Themen finden mich“ – Interview mit Sandra Halbe

1. Wie bist du zum Schreiben gekommen?

Ich habe als Kind schon immer gerne Geschichten erzählt. Als Teenager habe ich dann angefangen, diese aufzuschreiben und in Blogs oder Foren zu veröffentlichen. Irgendwann kam mir dann die Idee zu meinem ersten Roman. 

2. Du hast das Buch „Als ich zu seinem Schatten wurde“ mit auf die Messe gegeben. Was macht dieses Buch besonders und für wen ist es die perfekte Lektüre?

Sandra Halbe - Als ich zu seinem Schatten wurde„Als ich zu seinem Schatten wurde“ ist romantischer Krimi, der sich hauptsächlich mit der Frage nach dem „Warum“ befasst. Wie kann eine Frau zur Mörderin werden? Und wie wirkt sie auf einen Außenstehenden, bevor und nachdem die Tat geschehen ist?
Ich fand es spannend, eine Geschichte aus zwei Perspektiven zu schreiben: Zum Einen aus der Sicht von Franzi, die in ihrer Beziehung mit Tobias gefangen ist und es nicht schafft, von ihm loszukommen, bis sie ihn schließlich umbringt. Dann gibt es ihren Freund Jan, der bemerkt, wie sie sich langsam verändert. Er ahnt, was Tobias ihr antut, weiß aber nicht, wie er Franzi helfen kann. Die beiden treffen sich regelmäßig in einem Café, um miteinander zu sprechen und sich über den neusten Lesestoff auszutauschen, bis Franzi Jan irgendwann anruft und ihm beichtet, dass sie etwas Schreckliches getan hat.

3. Hast du bereits andere Bücher in Planung?

Ich habe bereits meinen zweiten Roman veröffentlicht: In „Als sie Licht ins Dunkel brachte“ spielen auch Jan und Franzi wieder mit. Die Hauptcharaktere sind hier aber Philip und Betti. Als Koch und Konditorin passen sie eigentlich hervorragend zueinander. Aber beide haben in der Vergangenheit einiges mitgemacht, sodass es ihnen schwer fällt, sich füreinander zu öffnen. Und dann gibt es auch noch die Rechtsradikalen, die es gar nicht gerne sehen, wie sie sich für die Flüchtlinge in ihrem Wohnort engagieren. Ob sie trotz allem zueinander finden, verrate ich jetzt natürlich nicht 🙂

4. Welche Erfahrungen hast du bei der Themenfindung, dem Schreiben und Vermarkten deines Buches gemacht? Hast du hier speziell einen Tipp für angehende Autoren?

Sandra HalbeAuch wenn es vielleicht abgedroschen klingt: Die Themen finden mich. Ich habe bereits die grobe Handlung im Kopf, wenn ich mit dem Schreiben anfange. Die Details ergeben sich dann meist von allein. Um manche Szenen noch detaillierter beschreiben zu können, setze ich mich manchmal in ein Café oder in eine Straßenbahn und lasse die Atmosphäre auf mich wirken.
Für die Vermarktung ist ein professionelles Cover und ein guter Klappentext sehr wichtig. Das ist das Erste, was ein Leser zu sehen bekommt. Beides muss neugierig machen. Ein paar Testleser vor der Veröffentlichung sind hilfreich. Über die eigenen Fehler liest man nämlich irgendwann hinweg. Außerdem muss man fleißig Werbung machen, z. B. auf sozialen Netzwerken. Ich habe bis jetzt auch gute Erfahrungen damit gemacht, eine Leserunde zu organisieren.

Ein Gedanke zu “„Die Themen finden mich“ – Interview mit Sandra Halbe

  1. interessantes interview mit dem wichtigen hinweis am ende, dass social media marketing heute auch für den erfolg von büchern mit entscheidend ist. allerdings gehe ich nicht soweit wie der blogger richard gutjahr, nach dessen ansicht perspektivisch smm als einzige marketing aktivität bleiben wird. daher stimme ich dir auch uneingeschränkt zu, dass solche traditionellen formen wie leserrunden als bestand eines passenden marketing mix nicht vergessen werden sollten…
    best
    p.

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