Self-Publishing auf professionellem Niveau – Interview mit Mariella Heyd

Mit ihrem Fantasy-Romance-Roman „Als der Tod die Liebe fand“ hat Mariella Heyd das Herz vieler LeserInnen berührt. In ihrem Interview mit uns spricht sie über ihre ersten Schritte, Self-Publishing und Print-Veröffentlichung über neobooks.

Das erste Buch zu veröffentlichen, ist oft eine mentale Hürde. Wie konntest du diese überwinden?

Hintergrundwissen macht stark und schafft Selbstvertrauen. Deshalb habe ich im Vorfeld viel Recherchearbeit zum Thema Self-Publishing geleistet. Ich habe mich auch eingehend mit dem Schreibhandwerk beschäftigt (z.B. Show don’t tell, Erzählperspektiven, Heldenreise, Plot etc.). Wenn man dann einen gewissen Wissensfundus angesammelt hat, fühlt man sich gleich viel sicherer. Ich glaube allerdings auch, dass die „Hürde“ nichts weiter ist als Angst vor dem Versagen, und die lässt sich leicht durch die Leidenschaft am Schreiben und dem Wunsch nach dem ersten eigenen Werk überwinden. Man sollte schließlich in erster Linie für sich selbst schreiben und nicht für andere 🙂

Hast du also keine Zielgruppe im Kopf, wenn du deine Geschichten schreibst?

Die Zielgruppe entwickel ich nicht vor und nicht während des Schreibens. Die Geschichte gibt bei mir die Zielgruppe vor und nicht umgekehrt. Wenn ich mein Buch beendet habe und es Zeit für die Veröffentlichung ist, überlege ich mir natürlich, welche Kanäle ich für das Marketing nutzen möchte und welche Zielgruppe meine Geschichte wohl anspricht. Die Zielgruppe ist für mich also viel enger mit dem Marketingprozess als mit dem Schreiben verknüpft.

Wieso hast du dich für Self-Publishing entschieden?

Es ist nicht einfach, mit einem Erstlingswerk bei einem großen Publikumsverlag Fuß zu fassen. Alternativ bleibt der Weg über Kleinverlage, aber hier ist es als Anfänger schwer zwischen DKZV und „anständigen“ Verlagen zu unterscheiden. Hinzu kommt, dass ein Kleinverlag oftmals nicht wesentlich mehr leisten kann, als ich in meiner Rolle als Self-Publisher. Natürlich spare ich mir bei einem Verlag die Kosten für Lektorat und Cover, aber dafür muss ich mich auf den Verlag verlassen, wenn es um die Qualitäten bzw. Fähigkeiten des Lektors geht oder auch um das Coverdesign. Als Self-Publisher genießt man dahingehend einfach mehr Freiheiten und Gestaltungsspielräume.

Wie wichtig sind dir deine Freiheiten?

coverAls Self-Publisherin sind mir diese Freiheiten sehr wichtig, denn dadurch, dass inzwischen jeder ein Buch veröffentlichen kann, leidet natürlich die Qualität. Nicht jeder kann und/oder will in Lektorat, Korrektorat und Coverdesign investieren, weshalb dem Selbstverlag hier und da natürlich mangelnde Qualität nachgesagt wird. Das möchte ich vermeiden, indem ich alles selbst in die Hand nehme und meine Leser sicher sein können, dass meine Werke immer mit einem gewissen Niveau verbunden sind, das dem von Verlagen (hoffentlich) in nichts nachsteht. Als Self-Publisher hat man inzwischen viele Möglichkeiten, hochwertige Produkte (ich mag dieses lieblose Wort eigentlich nicht) auf den Markt zu bringen und diese sollte man auch nutzen; denn ich bin der Überzeugung, dass SP künftig zu einer Konkurrenz für Verlage mit einem Plus an künstlerischen Freiheiten für die Autoren werden könnte. In meiner Rolle als Verlagsautorin gebe ich diese Freiheiten natürlich auf, was jedoch kein Problem für mich darstellt, da ich mir gezielt Verlage suche, von deren Qualität und Kompetenzen ich überzeugt bin.

Du hast dich dazu entschlossen, „Als der Tod die Liebe fand“ auch als Taschenbuch über neobooks zu veröffentlichen? Was hat dich dazu bewogen?

Ich habe viele Anfragen erhalten, ob „Als der Tod die Liebe fand“ auch als Taschenbuch erhältlich sein wird, da viele noch immer die Papiervariante bevorzugen. Diesem Wunsch komme ich mit der Veröffentlichung über neobooks nach und freue mich natürlich selbst darauf, das Taschenbuch in mein Regal stellen zu können. Wenn man nur eingleisig fährt, schließt man letzten Endes auch Leser aus, was ich keinesfalls möchte, zumal ich mit dieser Geschichte für Themen wie Leben, Sterben und Krankheit sensibilisieren will. Ich möchte auf eine positive und hoffnungsfrohe Art an diese Facetten des Lebens heranführen. Durch die Fantasyaspekte besitzt „Als der Tod die Liebe fand“ auch eine gewisse Leichtigkeit, die den Umgang mit dem Thema erleichtert.

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