Eine einzigartige Reise…

Ins Mittelalter erlebt die Protagonistin Esther in Ewa A.´s packenden Roman „Nur zu Zweit sind wir Eins“. Wie die Autorin beim Schreiben des Romans vorgegangen ist und welche Marketingtipps sie bereits ausprobiert hat und als empfehlenswert empfindet, verrät sie euch heute im Interview.

Dein Roman „Nur zu zweit sind wir eins“ gehört zu unseren Favoriten im Juni. Herzlichen Glückwunsch dazu! Anders als deine ersten beiden Romane spielt dieser im Mittelalter. Was hat dich dazu bewogen, von der Moderne zur Vergangenheit zu wechseln?

Nur zu zweit sind wir einsVielen Dank. Ja, ich habe mich unheimlich gefreut, als ich die Mail von Neobooks mit dieser schönen Nachricht erhielt.

Der  Roman spielt nicht zur Gänze im Mittelalter, sondern auch in der Gegenwart. Aber es gab tatsächlich einen besonderen Grund, weshalb die Geschichte in einer historischen Umgebung spielen musste. Ich hatte nämlich eine bestimmte Szene im Sinn, die das Kernstück des Buches sein sollte. Abgesehen davon reizte es mich schon immer, einen Zeitreiseroman zu verfassen.

Als Autor und Leser taucht man ja gerne einmal in fremde Welten ein. Deine Protagonisten landet hingegen eher unfreiwillig im Mittelalter. Was stellt für sie dabei die größte Herausforderung dar?

Natürlich versucht Esther, meine weibliche Hauptfigur, in ihre Zeit zurückzukehren, was an sich schon ein schwieriges Unterfangen darstellt, aber richtig Probleme macht ihr das Alltägliche. Vieles, was Esther als ganz normal erscheint, wird plötzlich zu einem Problem für sie. Sei es die Sprache, die Wahl der Kleider oder so etwas Profanes wie Toilettenpapier, alles Mögliche mutiert schlagartig zu etwas Unbekanntem, das ihr manchmal sogar zum Verhängnis wird.

 

Wie bist du beim Schreiben deines Romans vorgegangen? Hast du besondere Recherche betrieben oder dich von speziellen Orten inspirieren lassen?

Beides. In der Nähe meines Wohnorts liegt eine alte Fauststadt, welche mir als Vorlage für den Ort in meinem Roman diente. Deren uriger Stadtkern ist von kleinen ‚Bächlein‘  durchzogen und direkt neben ihr thront auf einem Hügel eine Burgruine. Diese Umstände finden sich in meiner Geschichte wieder  und spielen eine  wesentliche Rolle.Burg

Des Weiteren habe ich gezielt nach Informationen zur gesellschaftlichen Stellung der Frauen im Mittelalter gesucht und über die damalige Kleidung, deren Sinn und Zweck, sowie über Sex und Ehe zu dieser  Zeit recherchiert. Ich habe mir Grundrisspläne und Fotos von Burgen, deren Räumen und Inneneinrichtung genauer angeschaut.  Zudem las ich im Internet Beiträge über die Ausbildung und Fertigkeiten der Ritter, aber auch über Selbstgeißelung, mittelalterliche Hexenprozesse, Bestrafungen und Foltermethoden. Zu Letzteren musste ich mich oft überwinden und stellte mir dabei manches Mal die Frage, ob ich mir das wirklich antun wolle. Doch gerade dieser Schrecken und die Qual, die ich beim Lesen empfand, halfen mir, die passenden Worte zu finden, um die Gefühle meiner Romanfiguren niederzuschreiben.

Recherche ist für mich ein Quell an Inspiration, sowohl für aktuelle Projekte als auch für neue.

Auf lovelybooks hast du zahlreiche deiner Bücher gelistet. Wie sind hier bisher deine Erfahrungen? Hast du noch andere Marketingtipps, die man als Autor unbedingt einmal ausprobieren sollte?

Lovelybooks ist eine tolle Sache. Durch Leserunden, die man dort abhalten kann, tritt man in direkten Kontakt mit seinen Lesern, bekommt wertvolles Feedback und Rezensionen. Die meisten Teilnehmer posten diese nämlich in verschiedenen Shops und wie wir alle wissen, kurbeln Rezensionen den Verkauf an. Für mich als Autorin ist es jedoch vor allem interessant, hautnah mitzuerleben, wie mein Werk, Kapitel für Kapitel, beim Leser ankommt und auf welche Dinge ich in Zukunft noch besser achten sollte.

Ich habe nicht nur auf Lovelybooks meine Bücher vollständig gelistet, sondern auch auf meiner Amazon-Autoren-Seite, meiner Homepage und auf Goodreads.  Denn auf diese Weise kann ich jedem interessierten Leser meine anderen Bücher vorstellen. Warum ich darauf Wert lege, wird sich im Folgenden klären.

Preis- u. Gratisaktionen von einzelnen Büchern sind, meiner Meinung nach, ebenfalls Wege, den Blick der Öffentlichkeit auf seine gesamten Werke im Handel zu lenken und an Rezensionen zu gelangen. Diverse, bekannte Seiten und Social-Media-Accounts sind in den Shops ständig auf der Suche nach Schnäppchen und informieren ihre zahlreichen Newsletter-Empfänger und Follower über die preisgünstigen Fundstücke, was sich oft sofort an den Downloadzahlen bemerkbar macht. Um hier den größtmöglichen Erfolg zu erzielen, sollte man besonders in diesem Zusammenhang darauf achten, dass alle eigenen, erhältlichen Titel zum Beispiel auf der Author-Central-Page bei  Amazon aufgeführt sind und diese mit einer interessanten Bio den Besucher zum Verweilen einladen. Denn wenn dem Leser das Schnäppchen-Buch gefallen hat (von dem wir jetzt einfach mal ausgehen), wird er sich den Autor und dessen übrigen Romane vielleicht genauer anschauen wollen.

Wie du selbst sagst, bist du eine Leseratte, die sich auf kein Genre festlegt, sondern alles verschlingt, was ihr in die Hände fällt. Welches Buch war bislang das absolute Lesehighlight für dich? Gibt es deiner Meinung nach ein Buch, an dem kein Bücherfan vorbeikommen sollte?

Es gibt wahrlich eine Menge guter Bücher, die man gelesen haben sollte. Was ich jedoch sagen kann,  weil dem nicht so ist, dass ich es  bereut hätte, die Harry-Potter-Reihe von Joanne K. Rowling nicht gelesen zu haben. Eine Jugendbuch-Reihe, die bis heute von Jung und Alt gleichermaßen verschlungen wird, gekonnt Humor und Spannung in sich vereint, und es dazu noch vermag, eine wichtige Botschaft zu transportieren, die niemals an Brisanz verliert, verdient allemal Beachtung.

Mein persönliches Lesehighlight, das Jahre zurückliegt und an das ich mich noch immer erinnern kann (was wohl genug für sich spricht), ist der Tatsachenroman ‚Überleben!‘ von Piers Paul Read. Es ist beeindruckend, packend und zugleich beängstigend, zu was Menschen in einer Notsituation fähig sind.


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