Fantasy – ein Kopfsprung in die Weiten deiner Vorstellungskraft

Magic Monday_Julia MayerDen Auftakt unserer Reihe für den Magic-Monday macht die Fantasy Autorin Julia Mayer. Sie schreibt seit ihrem vierzehnten Lebensjahr Romane  und veröffentlicht regelmäßig im Self-Publishing. Warum ihr gerade das Genre Fantasy gefällt und welchen Tipp sie angehenden Fantasy-Autoren mit auf den Weg gibt, könnt ihr jetzt nachlesen.

Früher bin ich ab und an belächelt worden, wenn ich verriet, dass ich Fantasy schreibe. Vor allem die matronenhaften Figuren in meinem Leben waren der Ansicht, dass Fantasy etwas für Kinder sei und »echte Frauen« lieber ernsthafte Literatur lesen oder schreiben würden – ihr wisst schon, Geschichten mit vollbusigen Frauen und muskulösen Männern, die jene vollbusigen Frauen an ihre muskulöse Brust ziehen. Da kam mir immer ein bisschen zu viel Busen vor. Und mir fehlte der Reiz, denn ich habe erst mit Fantasy »das Laufen« gelernt. Durch Fantasy bin ich beim Schreiben gelandet und auch dabei geblieben. Mittlerweile schreibe ich in den unterschiedlichsten Genres, aber nicht, weil mich Fantasy langweilen würde, sondern weil ich meine Experimentierfreudigkeit entdeckt habe – auch das habe ich der Fantasy zu verdanken.

Mein Anspruch an Fantasy…

Fantasy neobooks Julia MayerPhantastische Geschichten haben es mir ermöglicht, mehr in der Welt zu entdecken als nur das, was das Auge sieht. Zugleich ist das Schreiben von Fantasy sowohl ein Sprung in deine Vorstellungskraft, als auch ein Sprung in die Realität. Denn natürlich sind Fantasy-Autoren in der Pflicht, ihre Charaktere plastisch zu gestalten. Der Leser will mit ihnen diese Welt erfühlen, die ihnen derart fremd ist, somit sind die Charaktere die Kanäle, durch die wir in die Geschichte gezogen werden. Wenn die Charaktere nicht so bildhaft sind, dass ich sie mir auch in meinem Wohnzimmer vorstellen kann, bleibt mir beim Lesen (und beim Schreiben) die ganze Welt verborgen. Das ist die Herausforderung und auch der Anspruch, den ich an meine Fantasy-Bücher ebenso sehr stelle wie an die, die ich lese. Ich möchte verzaubert werden, ich möchte mittendrin sein und ich will, dass es originell ist. Ein rundum Von-den-Füßen-Hauen ist das Beste, was ein Fantasy-Autor machen kann.

Natürlich gibt es ab und an auch in der Fantasy-Literatur vollbusige Frauen und muskulöse Männer, aber wäre es nicht viel schöner, wenn der/die Held/in das Mädchen mit den kräftigen Augenbrauen wäre oder der kleine Junge, der sein linkes Bein hinter sich herzieht oder der Mann in den Vierzigern, der immer schon einen Bestseller schreiben wollte, aber zu beschäftigt damit war, sich selbst zu bemitleiden? Ich empfinde es als meine Pflicht, sowohl mit als auch gegen die Klischees zu arbeiten. Eine Prise Vertrautheit (die schrullige, alte Handleserin darf einfach nicht fehlen) und eine sättigende, über alle Maßen anregende Portion Originalität machen Fantasy für mich, sowohl beim Lesen als auch beim Schreiben, am Interessantesten. Ich bin erst zufrieden, wenn ich meine Leser mit in eine Welt nehmen kann, die sie vorher nicht kannten und von der sie doch das Gefühl haben, beim Lesen einen Teil von sich selbst in der Geschichte zurückzulassen.

JuliaMayerPortraitWenn ich angehenden Fantasy-Autoren einen Tipp geben dürfte, wäre er: Findet eure Stimme!


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s