Annika Bühnemann: Als Hybrid-Autorin auf Erfolgskurs

Annika Bühnemann PortraitWie schon verraten, war letzte Woche die Autorin Annika Bühnemann bei neobooks zu Besuch. Mit Büchern wie Auf die Freundschaft! und Achtung: Braut! hat sie als so genannte Hybrid-Autorin sowohl als Selfpublisherin als auch als feelings-Autorin bereits Erfolge gefeiert und kann aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpfen.

Nach dem großen Erfolg mit Auf die Freundschaft! über neobooks konnte Annika ihr Exposé in den Verlag schicken und ist zur feelings-Autorin geworden. „Darüber habe ich mich richtig gefreut“, erzählt sie strahlend. „Der Verlag ist auf mich zugekommen. Der Traum jedes Autors.“ Sie selbst lese momentan hauptsächlich Betriebswirtschafts-Sachbücher: „Ich habe Business-Administration studiert, daher habe ich diese Affinität. Außerdem lerne ich dabei viel für meine Selbstvermarktung.“ Gedrucktes Buch oder eBook? Da habe sie keine Vorliebe: „Wenn ich weiß, dass ich ein Buch im Regal stehen haben will, kaufe ich es mir als gedrucktes Buch. Wenn ich nur die Geschichte lesen will, dann als eBook.“ Annikas nächstes Projekt ist schon in der Pipeline. Voraussichtlich im August erscheint, auch über Neobooks, ein Roman, den sie mit dem Autor Stefan M. Fischer in Kooperation geschrieben hat. „Er hat den Rahmen und die Grundlagen der Geschichte vorgegeben und ich habe den Text dazu geschrieben.“ Das habe erstaunlich gut funktioniert. „Ich hatte befürchtet, dass es schwierig werden würde, wenn Probleme auftreten, aber wir funktionieren wie Pfeffer und Salz: Jeder gibt seine Prise dazu und zusammen wird es ein leckeres Gericht – oder in unserem Falle eine wirklich tolle Geschichte“, sagt Annika.

Freie Zeit bleibe bei den vielen Projekten neben Beruf und ehrenamtlichen Tätigkeiten im Moment wenig. Das Schreiben sei für sie Freizeit, erzählt Annika. Für den Haushalt sei zurzeit ihr Mann verantwortlich, lacht sie. Ihr Ziel, drei Romane im Jahr herauszubringen, erfordere natürlich sehr viel Selbstdisziplin. Da müsse man zu sich selbst sagen: „Ich stehe heute um fünf auf und nicht um halb sieben oder noch später. Aber das lohnt sich, wenn man dann die positive Resonanz sieht.“ Doch auch die negativen Rezensionen seien viel wert, wenn sie konstruktiv sind. Die nehme sie sich dann auch zu Herzen und versuche, sie umzusetzen.

Die Meinung ihrer Leser sei ihr extrem wichtig. Beim zweiten Teil von Auf die Freundschaft!, der im Herbst oder Winter dieses Jahres erscheinen wird, sollen sie demnächst auch selbst aktiv werden und in die Entwicklung der Handlungsstränge miteingebunden werden. Der erste Aufruf dazu findet am 17. Juni auf ihrer Webseite statt. Den Kontakt zu den Lesern sucht Annika auch über ihren Blog oder soziale Netzwerke wie Facebook, um auf möglichst vielen Kanälen präsent zu sein: „Wenn jemand nach mir sucht, soll er mich schnell finden. Und wenn jemand nicht nach mir sucht, soll er mich auch finden.“ Vier Wochen lang hat sich Annika allerdings selbst eine ‚Facebook-Diät‘ auferlegt: Die ersten anderthalb Wochen habe sie ständig darüber nachgedacht, ob sie irgendetwas verpasse. „Aber ich habe dadurch locker zwei Stunden am Tag gespart.“ Zeit, die sie zum Schreiben nutzte. Jetzt ist die Diät beendet. Das Fazit: „Ich werde auch weiterhin meinen Facebook-Konsum einschränken und die gewonnene Zeit zum Schreiben nutzen.“

In ihrem Blog gibt sie unter anderem Tipps, wie man ein Buch veröffentlicht. Das soll nicht nur ihren Lesern helfen, sondern helfe auch ihr, sich zu strukturieren. Sie selbst lese auch Blogs oder sei in Foren unterwegs. „Vernetzung ist extrem wichtig.“ Auf die Frage nach weiteren Tipps für andere Autoren meint Annika: „Ich finde es wichtig, viel über die Theorie des Schreibens zu wissen, also das Schreibhandwerk als solche zu erlernen und dann durch Übung anzuwenden.“ Sie könne selbst nur gute Figuren kreieren, wenn sie wisse, woraus sie bestehen. Sie müssten eine ordentliche Biographie haben. „Ich muss wissen, was sie gerne essen, auch wenn das überhaupt nicht im Roman vorkommt.“ Neue Autoren sollten sich soviel wie möglich mit anderen Autoren austauschen. Gerade die Self-Publisher würden sich dabei viel untereinander helfen. Sie selbst lese auch die Geschichten anderer Korrektur und lasse Korrektur lesen. „Ein gutes Cover ist absolut wichtig. Das ist das erste, was man sieht.“ Unverzichtbar sei allerdings, auch für Fortgeschrittene, ein Lektorat. Aber auch: Übung macht den Meister. Schon aus ihrem Erstling konnte sie sehr viel lernen und dies in ihren weiteren Werken anwenden.

Vielen Dank an Annika Bühnemann, für das nette Interview!

Annika Bühnemann zwei Bücher

Weitere interessante Informationen über Annika, findet ihr auf Facebook oder auf ihrer Website www.annikabuehnemann.de.

 

 


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