Das Exposee

So mancher Autor findet es schwieriger, den Inhalt seines Werkes auf drei Seiten zusammenzudampfen, als fünfhundert Seiten Roman zu schreiben. In diesem Artikel erfahrt ihr, wie ein Exposee aufgebaut sein kann und welche Bestandteile es enthalten sollte.

Warum überhaupt ein Exposee?

„Warum soll ich ein Exposee schreiben? Um meinen Roman in seiner Gesamtheit beurteilen zu können, muss man ihn komplett gelesen haben!“ So denken nicht wenige Autoren, und drücken sich damit um eine wichtige Aufgabe. Denn was sie dabei vergessen: Auch der Tag eines Lektors hat nur vierundzwanzig Stunden und selbst bei höchster Lesegeschwindigkeit dauert es einfach ziemlich lange, einen kompletten Roman zu lesen. Deshalb erleichtert es die Begutachtung eines Werkes enorm, wenn ein gutes Exposee mitgeliefert wird.
Aber ihr macht nicht nur den Lektoren das Leben leichter, sondern auch euch selber: Denn wenn es euch gelingt, euer Werk auf kleinsten Raum schlüssig und ansprechend zu präsentieren, dann könnt ihr davon ausgehen, dass euer Werk eine gute Struktur und einen ansprechenden Spannungsbogen hat. Klar im Vorteil seid ihr, wenn ihr in der Konzeptionsphase bereits eine Plotskizze oder eine Stufendiagramm angefertigt habt – dann habt ihr schon den größten Teil des Exposees fertig! Idealerweise schreibt ihr euer Exposee, BEVOR ihr mit dem Schreiben beginnt: Dann kann es euch als wichtiges Arbeitsinstrument dienen. Und die gute Nachricht: Das Exposee ist in erster Linie ein Hilfsmittel, ihr müsst euch beim Schreiben nicht sklavisch daran halten, was im Exposee steht. Wenn ihr beim Schreiben merkt, dass ein Handlungsstrang besser anders gestaltet werden sollte, ist das völlig in Ordnung!

Aufbau und Formales

Ein Exposee sollte maximal drei Seiten lang sein (max. 5.000 Zeichen) und im Präsens abgefasst sein. Berichtet sachlich und werten und werbt nicht (also nicht: „Der überaus spannende Roman besticht durch seine klare Gliederung und seine witzige Sprache“) – zu diesem Schluss soll der Lektor nach Lektüre des Exposés und einer Leseprobe selbst kommen. Erzählt einfach und kommentiert nicht, vermeidet Redundanzen. Aber trotzdem schadet es natürlich nichts, wenn ihr einen fesselnden, ungewöhnlichen und anschaulichen Einstieg wählt, der neugierig macht.
Wenn ihr nur eine Leseprobe einstellt, sollte auch die Angabe zum geplanten Umfang in Normseiten (eine Normseite = 30 Zeilen á 60 Zeichen = 1.800 Zeichen inkl. Leerzeichen) nicht fehlen. Das Exposee sollte folgende Elemente beinhalten:

Handlung

Bei www.neobooks.com sind es im Feld Exposee die Angaben zur Handlung, auf die es ankommt! Die meisten anderen wesentlichen Informationen könnt ihr in den entsprechend gekennzeichneten Feldern platzieren. Zeichnet die Grundzüge des GESAMTEN Handlungsverlaufs nach. Ein Exposee ist KEIN Klappentext: Skizziert den kompletten Handlungsverlauf und brecht nicht mit Pünktchen, Pünktchen, Pünktchen ab, wenn es spannend wird! Nebenfiguren, Nebenhandlungen und Dialoge solltet ihr unberücksichtigt lassen.

Und wie erzählt man nun dreihundert Seiten in hundert Worten? Haltet euch an die magischen fünf W’s: Wer? Wie? Wo? Wann? Warum? – dann kann eigentlich nicht mehr viel schief gehen!

Protagonisten

Bezeichnet und beschreibt eure Protagonisten, ihre Ziele und Motive ihres Handelns. Achtung: Bei www.neobooks.com gibt es für die Angaben zu den Protagonisten aus Gründen der Übersichtlichkeit ein eigenes Eingabefeld. Wenn ihr mehr zur Ausgestaltung eurer Protagonisten erfahren wollen, lest hier weiter.

Angaben zu Genre und Zielgruppe

Auch diese Angaben gehören in ein klassisches Exposee. Bei www.neobooks.com gibt es für diese Angabe gesonderte Eingabefelder. Die Angabe zum Genre ist wichtig, damit die Leser gleich erkennen, ob der Text in sein Interessensgebiet passen könnte. Und je genauer ihr eure Zielgruppe beschreiben könnt, desto besser, denn dann weiß man, welche Käufergruppen man werblich gezielt ansprechen muss.

Hintergrund

Je nach Genre, zum Beispiel bei historischen Romanen oder in der Fantasy, ist es sinnvoll, den historischen Hintergrund, den Schauplatz oder die Welt, in der der Titel spielt, zu schildern, damit der Leser des Exposees die Handlung leichter einordnen kann.

Alles klar? Dann nichts wie los! 😉


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