Tristan und Isolde revisited – Interview mit Manfred J. Reichard

In dem außergewöhnlichen Roman Auf der Suche nach dem idealen Ort werden alltägliche Erfahrungen mit Motiven der Weltliteratur verknüpft. Der Autor Manfred J. Reichard verrät uns heute seine persönlichen Schreibtipps.

Wie bist du zum Schreiben gekommen?
Ich habe schon immer kleine Geschichten aus dem erlebten Alltag geschrieben, die ich dann in meiner Fantasie weitergesponnen habe. Und so hat sich mit der Zeit ein Gerüst ergeben, das ich für meinen Roman verwenden konnte. Da ich seit den 80er Jahren ausführlich Tagebuch schreibe, war der Fundus sehr groß, und ich musste nur noch diese Erlebnisse in meiner Fantasie mit dem berühmten Paar der Weltliteratur, Tristan und Isolde, verknüpfen.

Buchcover Auf der Suche nach dem idealen Ort von Manfred J ReichardDu hast das Buch Auf der Suche nach dem idealen Ort mit auf die Messe gegeben. Was macht dieses Buch besonders und für wen ist es die perfekte Lektüre?
Es ist ein Buch, das sich in mannigfaltiger Weise auf die Weltliteratur bezieht. So macht Tristan bei der Lektüre von Arno Schmidts Radioessays Bekanntschaft mit der „Insel Felsenburg“ von Johann Gottfried Schnabel aus dem Jahre 1731 und erfährt, dass die Insel Tristan Da Cunha im Südpazifik mit dieser Insel Felsenburg identisch ist. Natürlich landet Tristan letztendlich auf dieser Insel und erwartet dort seine Jugendliebe, die keine andere als Isolde ist, die ihm in seinem Leben in verschiedenen Formen immer wieder erschienen ist.
Es ist also ein Buch für eine Leserschaft, der es Freude bereitet, immer wieder in der Handlung, die in der heutigen Zeit spielt, Bezüge zur Weltliteratur zu finden. Es ist auch ein Buch, das durch seinen flüssigen Schreibstil, der mitunter humorvoll und auch sehr freizügig ist, zum zügigen Lesen ermuntert.

Hast du bereits andere Bücher in Planung?
Ich bin dabei, Recherche in der Literatur zu betreiben, die sich mit weiteren Abenteuern des Protagonisten Tristan verknüpfen lässt. So bin ich auf eine Verbindung von Nabokov zu Augustinus gestoßen, die sich hervorragend zu einer Geschichte aus der heutigen Zeit verbinden lässt. Der Roman wird aber sehr viel mehr in das Seelenleben Tristans eintauchen, als es im ersten Roman geschehen ist, und seine Einsamkeit in der heutigen kurzlebigen Welt der sozialen Medien beleuchten.

Manfred ReichardWelche Erfahrungen hast du bei der Themenfindung, dem Schreiben und Vermarkten deines Buches gemacht? Hast du hier speziell einen Tipp für angehende Autoren?
Da ich in meinen Tagebüchern viele Anregungen finden konnte, und mich die Verse aus dem Epos „Tristan und Isolde“ von Gottfried von Straßburg (um 1210) sehr fasziniert haben, musste ich nur noch die Verknüpfungspunkte finden.
Was das Schreiben angeht, so ist es schwer, Tipps zu geben. Jeder geht da anders ran und muss seinen eigenen Weg finden. Ich habe herausgefunden, dass es für mich keinen Sinn macht, sich feste Zeiten für das Schreiben vorzunehmen. Ich setze mich an meinen Laptop nur, wenn ich eine neue Idee zum Thema habe. Dann fließt es mir ungehindert aus der Feder. Andere Autoren brauchen einen festen Zeitplan und empfinden es als einen leeren Tag, wenn sie zur festgelegten Zeit am Schreiben gehindert wurden. Das muss jeder für sich herausfinden.
Es ist äußerst schwierig und zeitintensiv, als Selfpublisher sein Buch zu vermarkten. Die Tipps von Neobooks sind dabei recht hilfreich.

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