Ein tierisches Lesevergnügen

Gerritje Krieger neobooks

Gerritje Krieger, Autorin der lustigen und humorvollen „Mops-Monologe“, verrät uns heute woher sie die Inspiration für ihre Geschichten bekommt und was ihre bisher größte Herausforderung als Autorin war. Außerem erzählt sie uns, warum Professionalisierung ein wichtiges Stichwort im Self-Publishing ist.

Wo holst du dir deine Inspirationen für deine Geschichten über Eddie den Mops?

Praktischerweise brauche ich die gar nicht – wie Eddie im ersten Band von „Die Mops Monologe“ erzählt, ist es ja er, der die Geschichten diktiert. Ich fungiere sozusagen als seine Sekretärin, aber ich könnte mir fast nichts Schöneres vorstellen. Eddie selbst holt sich seine Inspirationen als Mops-AutoMops Monologer aus dem Alltag: Seine wöchentliche Online-Kolumne „Eddie’s Weekly“, aus der die „Mops Monologe“-Bücher entstehen, lebt vom täglichen Kampf um die Hausherrschaft zwischen Mensch und Hund und Eddies Abenteuern mit anderen Vierpfotern, vor allem aber von seinen Beobachtungen der Menschen. Die Angewohnheiten von uns „Zweibeinern“ findet er nicht selten höchst befremdlich, deshalb werden sie von ihm mit viel Humor analysiert und aufs Korn genommen. Wir als seine Halter müssen dabei schon mal harsche mopsige Kritik einstecken, aber natürlich immer mit einem Augenzwinkern.

An was schreibst du gerade?

Aktuell arbeite ich parallel an mehreren Dingen, die „Mops Monologe“-Reihe ist eines davon. Ursprünglich hatte ich nicht damit gerechnet, dass sie mehr als einen oder zwei Bände umfassen würde. Inzwischen hat Eddie aber so viele Freunde und Leser – auch auf Facebook und Twitter –, die immer schon ungeduldig auf den nächsten Band seiner Abenteuer warten, dass die Serie stetig wächst. Im Herbst erschien der 4. Teil als Taschenbuch und E-Book, und Eddies wöchentliche Kolumne wird nach der Winterpause im Frühjahr fortgesetzt. Es könnte also durchaus noch einen 5. Band geben.

Hast du selber Haustiere?Mops Monologe

Eddie hat sein Zuhause in den ersten Jahren mit einer Katze geteilt, die er liebevoll „Frau Kratzbürste“ nannte. Die Abenteuer mit ihr waren fester Bestandteil seiner Geschichten. Nach ihrem Tod im vorletzten Jahr ist vergangenen Sommer „Anna“ bei uns eingezogen, eine Französische Bulldogge, mit deren Erziehung Eddie alle Pfoten voll zu tun hat. Anna hat Eddies Leben ganz schön auf den Kopf gestellt, aber er liebt sie heiß und innig – so sehr, dass sie beim 4. Band der „Mops Monologe“ sogar mit aufs Cover durfte.

Was war für dich die bisher größte Herausforderung als Autorin?

Ich habe zwar bereits vor mehr als 20 Jahren begonnen, als freie Journalistin für Zeitungen zu arbeiten, doch das belletristische Schreiben hat lange Zeit nur im heimischen Kämmerchen stattgefunden. Obwohl ich daran gewöhnt war, meine Artikel irgendwo gedruckt zu sehen, hat es mich ungeheure Überwindung gekostet, vor einigen Jahren erstmals mit einer Kurzgeschichte an die Öffentlichkeit zu gehen. Es ist eine völlig andere Art des Schreibens, die nicht zwangsläufig denselben Regeln folgt wie das journalistische Arbeiten, und es hat einiges an Mut gekostet, mich damit der Meinung der Leser zu stellen. Umso großartiger war es, dass ich dafür eine so schöne Bestätigung erhielt: Mit der ersten veröffentlichten Kurzgeschichte, „Irezumi“, gehörte ich zu den Siegern des damaligen Schreibwettbewerbs bei neobooks, und die Geschichte wurde anschließend von Droemer Knaur veröffentlicht. Das hat sehr viel ins Rollen gebracht.

Wem gibst du deine Geschichten als erstes zum Lesen? Wer hat dich dazu ermutigt, deine Geschichten bei neobooks zu veröffentlichen?

Mein Mann ist mein erster Kritiker und derjenige, der mich immer angespornt hat, meine Geschichten zu veröffentlichen – wofür ich ihm ewig dankbar sein werde. Meine beste Freundin ist eine zusätzliche wichtige Beraterin, wenn es etwa darum geht zu analysieren, ob ich in einer Szene erfolgreich Spannung aufgebaut habe oder ob die Komik darin funktioniert.

Was würdest du unseren Self-Publishing Autoren bei neobooks empfehlen?

Nun, die allermeisten machen ihren Job sicher auch ohne meinen Rat ganz hervorragend.  Allgemein halte ich es aber für nützlich, als Autor einen guten Umgang mit Kritik zu entwickeln. Ich bin wirklich überzeugt davon, dass man gerade von den gnadenlosesten Kritikern häufig eine Menge lernen kann. Und darum geht es beim Schreiben, denn das ist vor allem ein Handwerk, auch wenn Talent ohne Zweifel hilfreich ist.

Auch Professionalisierung ist aus meiner Sicht im Selfpublishing ein wichtiges Stichwort. Für viele Indies ist es inzwischen eine Selbstverständlichkeit, sich sowohl bei der Covergestaltung als auch inhaltlich um hohe Qualität zu bemühen. Aber es gibt eben auch neobooksandere Fälle. Natürlich kann sich, gerade am Anfang, nicht jeder ein professionelles Cover plus Korrektorat und Lektorat leisten. Aber man kann beispielsweise Bekannte bitten, Korrektur zu lesen. Vielleicht hat man im Umfeld auch jemanden, der sich mit Grafik auskennt und einen beim Cover unterstützen kann. In jedem Fall sollte man aus meiner Sicht den Anspruch haben, das Beste abzuliefern, was man zum gegebenen Zeitpunkt eben abliefern kann. Das hilft nicht nur dem eigenen Buch, sondern langfristig der gesamten Branche.


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