Interview mit unserer Autorin Rebecker – Renate Gatzemeier

  1. Liebe Renate, viele unserer neobooks-User werden dich kennen, aber stell dich doch noch einmal kurz vor

Also, für alle, die es noch nicht wissen. Ich heiße Renate Hanna Charlotte Gatzemeier und wurde am 30. April 1951 in Herzberg am Harz geboren. Mein Pseudonym Rebecker setzt sich zusammen aus meinem Vornamen Renate und meinem Geburtsnamen Becker. Ich bin seit 31 Jahren mit einem 10 Jahre jüngeren Mann glücklich verheiratet und wohne nach dem Auszug unseres Sohnes mit ihm und unserem Labradorrüden Anton allein in unserem Haus am Wald in Fuhrbach ganz in der Nähe von Duderstadt, einer beschaulichen Kleinstadt in Südniedersachsen. Als gelernte Kinderpflegerin liebe ich natürlich Kinder und freue mich ganz besonders über die Geburt meines ersten Enkelkindes, das am 23. Juli 2015 das Licht der Welt erblickte und meinen zweiten Vornamen trägt, allerdings mit einem zusätzlichen h, weil das hübscher klingt „Hannah“.

  1. Du bist schon lange dabei und hast einige Bücher veröffentlicht. Hat sich dein Schreiben über die Jahre verändert?

Als ich am 3. März 2011 Neobooks beim Surfen im Internet eher zufällig entdeckte, war ich völlig fasziniert von dieser Plattform für Autoren und stellte nach ein paar Tagen der stillen Beobachtung mutig eine meiner drei Kurzgeschichten ein, die ich lediglich für Privatzwecke geschrieben hatte. Mit heftig klopfendem Herzen wartete ich auf ein Feedback, das auch ziemlich rasch kam und mich genauso schnell wieder zurück auf den Boden der Tatsachen holte. Ich hatte bis dahin keinerlei Schreiberfahrung und wäre aufgrund der harschen Kritik vor Scham am liebsten im Boden versunken. Aus diesem Grund entfernte ich unverzüglich mein Profilfoto und schwor mir, nie wieder eine Zeile zu schreiben. Doch dieser Vorsatz hielt nicht lange an, denn plötzlich packte mich der Ehrgeiz, und ich wollte unbedingt dazugehören. Also begann ich wie eine Besessene zu lesen und irgendwann auch zu rezensieren, zunächst nur zaghaft und mit vielem Abgucken bei den anderen Rezensenten, aber dann immer sicherer und souveräner. Irgendwann wagte ich einen weiteren Versuch und stellte meinen ersten kleinen Thriller „Angst“ ein, der mittlerweile den Titel „Gefangen in der Dunkelheit“ trägt und ein persönliches Erlebnis widerspiegelt. Ich habe damals gleichermaßen viel Lob und Kritik erhalten und kann aus heutiger Sicht sagen, dass die Kritik wesentlich berechtigter war, als das Lob. Am meisten gelernt habe ich durch das Lesen und Rezensieren anderer Bücher, aber eben auch durch die Annahme und Verinnerlichung der Kritik, die manchmal hart und schmerzlich, aber meistens fair war.

Im März 2013 schrieb ich den Thriller „Verhängnisvolle Abkürzung“, der mein persönlicher kleiner Bestseller wurde und mit dem ich ins Selfpublishing einstieg. Mittlerweile schreibe ich nur noch Thriller, allerdings in der Kurzversion von ungefähr 100 Seiten, um die Spannung aufrecht erhalten zu können. Zwischendurch überarbeite ich meine eBooks immer mal wieder und werde dabei von einer lieben Freundin unterstützt, die meine Geschichten völlig uneigennützig korrigiert und lektoriert. Dabei war sie ursprünglich „nur“ eine Leserin.

  1. Auch als Rezensentin bist du fleißig unterwegs. Möchtest du ein bestimmtes neobooks-Buch empfehlen?

Im letzten Jahr habe ich mich aus gesundheitlichen Gründen ein wenig vom Geschehen zurückziehen müssen und konnte deshalb auch kaum noch andere Werke lesen, aber jetzt bin ich wieder da und rezensiere mit Mona Frick um die Wette, um etwas mehr Schwung ins neue Neobooks zu bringen und um die anderen Autoren zum Mitmachen zu animieren. Es ist kein bestimmtes Buch, das ich empfehlen möchte, dazu gibt es hier viel zu viele, als dass es nur eines sein könnte. Allerdings gefallen mir die Werke von Jutta Wölk sehr gut, die genau wie ich Thriller schreibt. Früher hätte ich mir nie träumen lassen, mich auch nur ansatzweise mit historischen Werken auseinandersetzen. Aber als ich mich dann traute, wurde ich eines Besseren belehrt, und empfehle deshalb auch die Werke von Anke Dietrich.

  1. Woher nimmst du deine Ideen für deine Romane? Manchmal sind die Inhalte ja etwas… härter 😉

Die Grundidee entspringt in der Regel einem Traum, den ich festhalte und während meiner Spaziergänge mit meinem Hund Anton weiterspinne. Wenn die ersten zehn Seiten geschrieben sind, verselbstständigt sich die Geschichte und ich staune jedes Mal aufs Neue, wie sich die einzelnen Charaktere entwickeln und die Handlung nahezu von allein fortschreitet. Auch wenn meine Storys auf den ersten Blick ziemlich blutrünstig erscheinen, so steckt doch fast immer ein tieferer Sinn darin, denn niemand wurde böse geboren, sondern durch sein Umfeld zu dem gemacht, was er letztendlich ist.

  1. Möchtest du den anderen neobooks-Autoren noch einen kleinen Tipp geben, wie man erfolgreich wird? 

Na ja, als erfolgreich kann ich mich ja nicht bezeichnen, eher als ausdauernd und immer am Ball und auf dem Boden bleibend. Wer die Schriftstellerei erst einmal für sich entdeckt hat und nicht aufpasst, verfällt ihr wie ein Alkoholkranker dem Trinken und kommt nicht wieder davon los. Eine herrliche Sucht, die keiner Therapie bedarf, sondern nur einer passenden Plattform mit ganz vielen aktiven Mitgliedern, die sich untereinander austauschen und gegenseitig helfen. Wichtig beim Schreiben ist die Leidenschaft, mit der ein Autor zu Werke geht, nicht der Gedanke an Ruhm und Reichtum, den ich als positiven Nebeneffekt ansehe.

Ich bedanke mich ganz herzlich beim Neobooks-Team, das mir dieses Interview ermöglicht hat und durch sein liebenswertes Verhalten dafür sorgt, dass ich Neobooks als meinen zweiten Wohnsitz ansehe;-)

Liebe Grüße eure Rebecker – Renate Gatzemeier


14 Gedanken zu “Interview mit unserer Autorin Rebecker – Renate Gatzemeier

  1. Ich liebe die Bücher von Renate Gatzemeier -Rebecker, und ich glaube, ich habe alle gelesen. Sie schreibt kurz und bündig, die Thriller haben Biss und sind äußerst spannend. Ich schaue sehr oft, ob wieder ein neuer Thriller vorliegt, den muss ich dann unbedingt haben! Liebe Rebecker, schreiben Sie weiterhin so tolle und spannende Bücher! Freundliche Grüße Ihre Leserin Heidemarie

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    1. Liebe Heidemarie,
      du bist meine Korrektorin und Lektorin aus Spaß an der Freude und deshalb danke ich dir ganz besonders von ganzem Herzen für deine lieben Worte.
      Herzliche Grüße Renate

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      1. Hallo,

        ich bin Erika Glatt alias Marie Eleonore.

        Ich bin gerade dabei, ein Buch einzustellen. Titel: Eine Zeitreise in eine barbarische Vergangenheit.

        Nur leider klappt das nicht. Wie haben Sie denn das hochgeladen?

        Ich habe gelesen, dass Sie viele Geschichten auf neobooks haben.

        Haben Sie auch eine Homepage oder E Mail Adresse?

        Bitte melden unter erika.glatt@web.de

        Gruss

        Erika Glatt

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  2. Liebe Renate, nun habe ich doch noch mehr von dir erfahren, als ich bisher wusste.
    Danke, dass du dieses Interview und uns Einblicke in dein Leben und in deine Arbeit gegeben hast.
    Und vielen, vielen Dank, dass du mich darin erwähnt hast. Das ehrt mich sehr. 🙂

    Herzliche Grüße Jutti

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  3. Liebe Renate, das ist ein tolles Interview mit vielen Informationen über dich und deinen Weg zum Schreiben. Und noch etwas – ich glaube schon, dass du erfolgreich bist. Ich jedenfalls lese deine spannenden Geschichten sehr gern.
    Liebe Grüße
    Claudia

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    1. Liebe Claudia,
      es freut mich ungemein, dass du als Krimiexpertin meine Bücher gerne liest. Das erfüllt mich mit Stolz. Dakeschön!
      Liebe Grüße Renate

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  4. Mit großem Interesse habe ich die Zeilen gelesen und mich sehr darüber gefreut, dass Frau Gatzemeier für das Interview ausgewählt wurde.
    Weiterhin viel Erfolg und zahlreiche Ideen für schön-schaurige Geschichten.
    Liebe Grüße,
    Ana

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    1. Liebe Ana,
      ich bin überwältigt von den liebenswerten Kommentaren und habe vor lauter Rührung Tränen in den Augen. Dankeschön!
      Herzliche Grüße Rena

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  5. Liebe Rena,

    deine Geschichte ist für mich Anreiz. Auch ich habe erst vor ca. 3 Jahren mit dem Schreiben angefangen. An diesem Werk sitze ich allerdings immer noch, denn andere Projekte (Krimi in einer kleinen Hobbyautorengemeinschaft und diverse Kurzgeschichten) hatten sich in den Vordergrund gedrängt. Aber meine „große“ Geschichte wartet immer noch auf Vollendung und Überarbeitung, immerhin habe ich schon zweihundert Seiten geschrieben.

    Aber du gibst mir Mut, und ich wünsche dir alles Gute.

    LG Alexander

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    1. Lieber Alexander,
      ich freue mich sehr über deinen Kommentar und bin sicher, dass du eines Tages dein großes Werk vollenden wirst. Auch ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg mit deinen Werken. Wer an sich glaubt, der kann vieles schaffen, auch wenn es unmöglich erscheint.
      Liebe Grüße Rena

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