Interview mit unserer Autorin Julia Adrian

Mittlerweile ist es schon 3 Monate her, seit du deinen Debütroman „Die dreizehnte Fee“ bei neobooks veröffentlicht hast.

  1. Was war dein persönliches Highlight und was dein persönliches Lowlight seit dem Release?

Mein Highlight war ganz klar der Moment, als mir eine Leserin schrieb und die Geschichte ihrer Freundin erzählte, die aufgrund einer Erkrankung im Krankenhaus ist. Sie besucht sie dort regelmäßig und liest ihr Bücher vor, um sie abzulenken. Normalerweise schläft ihre Freundin dabei ein. Doch dieses Mal las sie ihr aus der Fee vor. Und aus der kurzen Vorlesezeit wurden ganze vier Stunden – in denen nicht nur die Freundin, sondern die ganze Station der Geschichte lauschte und sie die Märchenfiguren zu erraten versuchten. Das muss ein fast magischer Moment gewesen sein, den ich wahnsinnig gerne miterlebt hätte.

Für mich hat sich dadurch eines grundlegend verändert: Ich schreibe nicht mehr nur für mich, für mein Vergnügen, meine Lust – sondern ich gebe anderen Menschen etwas mit meinen Worten, mit den Geschichten, die ich erzähle. Ich berühre sie auf seltsame Weise, verzaubere sie für einen winzigen Augenblick. Das hätte ich nie erwartet.

Eine negative Erfahrung, die ich seit der Veröffentlichung machen musste, ist leider die, dass es unter Autoren ein großes Konkurrenzdenken gibt, ja sogar Neid und Werbemaßnahmen für das eigene Buch auf Kosten anderer. Finde ich sehr traurig und habe ich so auch niemals erwartet. Sehr schade, da es doch sehr viel bringt, sich mit anderen Autoren zusammenzuschließen und sich gegenseitig zu pushen, ob durch gemeinsame Gewinnspielen, Tipps und Ratschläge, Gegenlesen oder Bloggervermittlungen. Zusammenarbeiten statt gegeneinander – aber so denken wohl nicht alle.

  1. Was stellst du mit deiner ersten Honorarauszahlung an, die du jetzt erhalten hast?

Eigentlich wollte ich es direkt für das nächste Lektorat beiseitelegen – jetzt wird aber erstmal ein neues Kinderzimmer ausgebaut und renoviert. Im Winter wird bei uns der Storch vorbeischauen – und ich bin jetzt schon voll im Nestbautrieb.

Die nächste Auszahlung wird dann in meine Bücher investiert – so soll es sein!

  1. Was wünscht du dir jetzt noch für deinen Erstling?

Einen Verlag? Witziger – oder tragischer Weise bekam ich wenige Tage nach der Veröffentlichung bei euch eine Zusage von einem Verlag, mit dem ich sehr gerne gearbeitet hätte, aber da war es zu spät. Ich bereue es nicht Indie zu sein, im Gegenteil, ich genieße es sehr, so den Buchmarkt und die Bücherwelt auf eigene Faust entdecken zu können, Fehler machen zu dürfen, ohne jemandem Rechenschaft schuldig zu sein, mich auszuprobieren und neu zu entdecken. Es ist toll und es macht sehr viel Spaß! Irgendwann wünsche ich mir aber einen Verlagsvertrag. Ich denke, dass ist nochmal eine Steigerung der Glücksgefühle.

  1. Hast du bereits Ideen für zukünftige Projekte?

Zu viele. Momentan schreibe ich neben der Fee Nr. 2 an einer Dystopie – bin mir aber noch nicht schlüssig, wohin genau mich das treibt. Dann liegt mir noch ein Drama am Herzen und eine Geschichte, die eventuell entfernt etwas mit Vampiren zu tun hat, auf die Blutsauger stehe ich eigentlich gar nicht, aber ein paar Eigenschaften würde ich ganz gerne übernehmen. Ich liebe es mit Klischees zu spielen …

Ach und bevor ich es vergesse: Ich plane ein paar Kurzgeschichten aus Sicht der anderen Feen, den Schwestern der Dreizehnten. Ich denke, dass könnte ganz spannend sein und tiefere Einblick in Pandora und das Schicksal der Feen liefern.


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